Bischofssynode 2015: Knickt der Pontifex ein?

Papst u KardinäleDie dritte und letzte Woche der römischen Weltbischofssynode über Ehe und Familie bricht an. Jetzt treffen in der Synoden-Aula des Vatikans die Sprecher der Konservativen und der Erneuerer direkt aufeinander. Am 24. Oktober wird abgestimmt; danach entscheidet Franziskus: Wird er Maßgebliches an der Lehre der Kirche ändern? Sein Reformkurs stößt auf massive Widerstände. Von Thomas Seiterich, Rom. Mehr

Wie Fremdenfeinde gegen Flüchtlinge hetzen

Dass Flüchtlinge propagandistisch vor den Karren rechtsnationaler Kreise gespannt werden, hat historische Dimensionen: Von den Bolschewiken und Juden über die Südländer zur Schwarzenbachzeit, die Tamilen in den Achtzigern und Menschen aus Ex-Jugoslawien in den Neunzigerjahren bis hin zu «den Moslems» nach 2001 und den Eritreern von heute dienten Flüchtlinge und Einwanderer oder «Fremde» ganz allgemein als Mittel erster Wahl für die rechtspopulitische Propaganda – nicht nur, aber auch in der Schweiz. Die Feindbilder sind austauschbar. Die «Argumente» bleiben die gleichen. Nur scheint der Ton sich verschärft und der Wahlkampf eine neue Dimension an Menschenverachtung und Respektlosigkeit erreicht zu haben. Oder täuscht der Eindruck? Der aufbruch hat die Historiker Georg Kreis, Jakob Tanner und Josef Lang zum Thema befragt. Stefan Frey erläutert, wie er die Situation aus Sicht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SHF beurteilt. (Foto: Südbeck-Baur)
Dass Flüchtlinge propagandistisch vor den Karren rechtsnationaler Kreise gespannt werden, hat historische Dimensionen: Von den Bolschewiken und Juden über die Südländer zur Schwarzenbachzeit, die Tamilen in den Achtzigern und Menschen aus Ex-Jugoslawien in den Neunzigerjahren bis hin zu «den Moslems» nach 2001 und den Eritreern von heute dienten Flüchtlinge und Einwanderer oder «Fremde» ganz allgemein als Mittel erster Wahl für die rechtspopulitische Propaganda – nicht nur, aber auch in der Schweiz. Die Feindbilder sind austauschbar. Die «Argumente» bleiben die gleichen. Nur scheint der Ton sich verschärft und der Wahlkampf eine neue Dimension an Menschenverachtung und Respektlosigkeit erreicht zu haben. Oder täuscht der Eindruck? Der aufbruch hat die Historiker Georg Kreis, Jakob Tanner und Josef Lang zum Thema befragt. Stefan Frey erläutert, wie er die Situation aus Sicht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SHF beurteilt. (Foto: Südbeck-Baur)

Interviews: Christian Urech

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»Der Papst muss liefern!«

Wie erreicht man Reformen in der katholischen Kirche? Im neuen Publik-Forum und im neuen aufbruch streiten darüber drei Menschen mit drei sehr unterschiedlichen Ansichten: der Kirchenhistoriker Hubert Wolf, die Kirchenrechtlerin Sabine Demel und Martha Heizer von der Initiative »Wir-sind-Kirche«. In einem Punkt sind sie sich einig: Die laufende Familiensynode entscheidet über das Schicksal des Papstes: https://www.publik-forum.de/Religion-Kirchen/der-papst-muss-liefern

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„Komm ja nicht in die Schweiz!“

Warum syrische Flüchtlinge in Deutschland und Österreich Asyl beantragen

Eigentlich wollte Hamed Abboud in die Schweiz fliehen. Doch er wurde gewarnt, landete schliesslich in Österreich. Dort lebt er jetzt in einer lausigen Unterkunft. Ein Augenschein in Nickelsdorf, wo täglich mehr als 8000 Flüchtlinge die österreichisch-ungarische Grenze passieren – und in einer Asylunterkunft im Südburgenland. Reportage von Renate Metzger-Breitenfellner

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Maurice Zundel – ein bleibender Visionär

„Ich glaube an den Menschen, Schöpfer des Menschseins“. Mit diesem Bekenntnis zog der Religionsphilosoph, Mystiker und Theologe Maurice Zundel (1897-1975)  Sanktionen der kirchlichen Autoritäten auf sich.  Zum 40. Todestag des westschweizer Priesters veranstaltet die Fondation Maurice Zundel ein Kolloquium zur Frage, welche Impulse sich heute aus seinem Denken ergeben.

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Flüchtlinge: Freie Niederlassung für alle

Die von über 100 Theologinnen und Theologen lancierte Migrationscharta fordert freie Niederlassung für alle und heisst Flüchtlinge willkommen in einer solidarischen Gesellschaft. Die Schweizer Bischofskonferenz, der Schweizerische Evanglische Kirchenbund sowie die Landeskirchen seien gefordert, sich dezidierter für eine menschenwürdigere Migrationspolitik einzusetzen. Dies unterstreicht Mit-Initiant Christoph Albrecht SJ vom Jesuiten Flüchtlingsdienst Schweiz. (Foto: amnesty.ch) Die von über 100 Theologinnen und Theologen lancierte Migrationscharta fordert freie Niederlassung für alle und heisst Flüchtlinge willkommen in einer solidarischen Gesellschaft. Die Schweizer Bischofskonferenz, der Schweizerische Evanglische Kirchenbund sowie die Landeskirchen seien gefordert, sich dezidierter für eine menschenwürdigere Migrationspolitik einzusetzen. Dies unterstreicht Mit-Initiant Christoph Albrecht SJ vom Jesuiten Flüchtlingsdienst Schweiz. (Foto: amnesty.ch)

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Ach Gott, die Heilige Familie!

Heilige Familie
Auf der Familiensynode im Oktober wird es ums Ganze gehen. Reformiert Rom seine harte Ehelehre? Nördlich der Alpen hoffen die Katholiken es. Doch die Welt hat Probleme, die die Debatte in einem grellen Licht erscheinen lassen. Thomas Seiterich über Vielehen, Armut als Ehekiller und Sex als peinliches Thema. Mehr

Wie Bräuche befreien können

Xaver Thali Cover13403_FullViewDiakon Joseph Thali hat ein Buch vorgelegt, das dazu beiträgt, die Bräuche in der katholischen Kirche neu zu beleben. Das Buch zeigt, wie Bräuche eine befreiende Kraft entwickeln können und helfen, für eine Welt einzutreten, wo jede und jeder Platz haben. Oder wie Thali sagt: JedeR König sein darf.

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Die Flüchtlingskatastrophe und die Schweiz

Weltweit befinden sich 60 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie seit dem letzten Weltkrieg nicht mehr. Und es sieht nicht so aus, als würde sich die Situation in nächster Zeit zum Besseren ändern. Vor diesem Hintergrund ist auch die Schweiz gefordert. Eine Tagung am 20. Juni im Zentrum Karl der Grosse in Zürich fragte nach Hintergründen und Perspektiven, liess Betroffene zu Wort kommen und debattierte die Schweizer Flüchtlingspolitik. Von Christian Urech

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Ein Papst setzt auf grün

Amazonas-Regenwald von oben, geliebt von Papst Franziskus (rechts): Am 18. Juni 2015 stellte der Mann aus Lateinamerika, der jetzt im Vatikan wohnt und regiert, seine Umwelt-Enzyklika vor. Es ist die erste Enzyklika in der Geschichte der katholischen Kirche, die sich radikal der ökologischen Frage annimmt. (Fotos: pa/Spaziani; istockphoto/salparadis) Dieser Text stammt von der Webseite https://www.publik-forum.de/Religion-Kirchen/ein-papst-setzt-auf-gruen des Internetauftritts von Publik-Forum Amazonas-Regenwald von oben, geliebt von Papst Franziskus (rechts): Am 18. Juni 2015 stellte der Mann aus Lateinamerika, der jetzt im Vatikan wohnt und regiert, seine Umwelt-Enzyklika vor. Es ist die erste Enzyklika in der Geschichte der katholischen Kirche, die sich radikal der ökologischen Frage annimmt. (Fotos: pa/Spaziani; istockphoto/salparadis) 

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