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- Dass Flüchtlinge propagandistisch vor den Karren rechtsnationaler Kreise gespannt werden, hat historische Dimensionen: Von den Bolschewiken und Juden über die Südländer zur Schwarzenbachzeit, die Tamilen in den Achtzigern und Menschen aus Ex-Jugoslawien in den Neunzigerjahren bis hin zu «den Moslems» nach 2001 und den Eritreern von heute dienten Flüchtlinge und Einwanderer oder «Fremde» ganz allgemein als Mittel erster Wahl für die rechtspopulitische Propaganda – nicht nur, aber auch in der Schweiz. Die Feindbilder sind austauschbar. Die «Argumente» bleiben die gleichen. Nur scheint der Ton sich verschärft und der Wahlkampf eine neue Dimension an Menschenverachtung und Respektlosigkeit erreicht zu haben. Oder täuscht der Eindruck? Der aufbruch hat die Historiker Georg Kreis, Jakob Tanner und Josef Lang zum Thema befragt. Stefan Frey erläutert, wie er die Situation aus Sicht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SHF beurteilt. (Foto: Südbeck-Baur)
Interviews: Christian Urech